Dienstag, 26. Januar 2016

[Rezension] Der Giftzeichner von Jeffery Deaver (Ein Lincoln-Rhyme-Thriller)


Titel: Der Giftzeichner (Ein Lincoln-Rhyme-Thriller, Band 11)
Autor: Jeffery Deaver
Laufzeit: 7h, 11 Minuten
Verlag: Random House Audio ( 14. Sep. 2015)
Jetzt kaufen: Hörbuch, Gebunden, E-Book
Vom mir empfohlenes Alter: 16 Jahre
Gerne: Thriller
Sprache: Deutsch
Bewertung:  5 Sterne



Kurzbeschreibung lt. Amazon
 
Seine Worte gehen unter die Haut. Und sie sind tödlich. In einem düsteren Versorgungstunnel wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, angestrahlt vom Schein einer Taschenlampe. Auf ihrer Haut eine Botschaft, eintätowiert mit Gift anstatt mit Tinte. Vom Mörder keine Spur. Nur einen einzigen Hinweis entdeckt Amelia Sachs, als sie den unheimlichen Tunnel absucht: ein zusammengeknülltes Stück Papier, das diesen Mord mit einem lange zurückliegenden Fall verbindet, den Amelia und Lincoln Rhyme nie vergessen haben. Ein eiskalter, akribisch vorgehender Serienkiller versetzt New York schon bald in Angst und Schrecken – ein Killer, der dem legendären Knochenjäger in seiner skrupellosen Grausamkeit eindeutig das Wasser reichen kann.

Eindringlich und mit untrüglichem Sinn für Spannung gelesen von Dietmar Wunder.

Meine Empfehlung

Eine grandiose und nervenaufreibend gelesene Geschichte ganz nach meinem Geschmack! =)
Ich habe bisher keinen einzigen Lincoln-Rhyme-Thriller gelesen oder irgendein anders Buch von Jeffery Deaver. Da bin ich wieder Mal auf einen grandiosen Thriller-Autor gestoßen, dem es an Einfallsreichtum wirklich nicht mangelt und der die Spannung bis zum letzten Kapitel aufrecht erhält. Er hat mich ganz hinterhältig mit seiner Beweisführung aufs Glatteis geführt. Bis zum Ende kam ich nicht dahinter wer der wahre Drahtzieher der Verbrechen ist. Da hätte das Vorwissen, durch seine anderen Bücher, auch nicht geholfen!

"Der Giftzeichner" ist ohne Zweifel ein grandioser Thriller mit viel Spannung, rasanten Wendungen, Raffinesse und außergewöhnlichen Charakteren. Sowohl Haupt- als auch Nebenfiguren sind lebhaft und haben Tiefgang. Bisweilen wurden alle gut getroffen, vom Ermittler Lincoln Rhyme, bis hin zu den Verbrechern.

Im Verlauf der Geschichte bezieht sich Jeffery Deaver immer wieder auf seine Erfolgsromane " Der Knochenjäger" und "Der gehetzte Uhrmacher", die ich leider noch nicht gelesen habe, die sich aber recht interessant anhören. Die raffinierten Wendungen nehmen, in einem rasantem Tempo, ereignisreiche Formen an und lassen einen mit hibbeln. Wir lernen nicht nur das erfolgreiche Ermittlerteam - mit Amelia Sachs, dem querschnittsgelähmten Lincoln Rhyme und seinen Kollegen - sondern auch geniale Verbrecher kennen, die ganz schön brutal sein können. Ich finde es beeindruckend wie die Fanatiker, total neutral über grauenvolle Taten reden und eiskalt durchziehen. Deaver kann sich in seine Charaktere wirklich hineinversetzten, damit sie ganz authentisch klingen.

Allerdings (habe ich mir so sagen lassen) kommen die Schurken aus einer anderen Liga, und zwar aus einem christlich-rechtsradikalen Lager. Diese Leute verstehen keinen Spaß bei Politik und haben ihre ganz persönliche Ansicht, wie die Menschen unter ihrer Führung zu Leben haben. Und wer nicht zu ihrer neuen Weltordnung dazu gehört, sich nicht unterordnet, der wird schnell zurecht gerückt und wenn nötig auch aus dem Weg geschafft (z.B. Abtreibungsärzte). Neben dem christlich-radikalen Aspekt beschäftigt sich der Autor in diesem Thriller auch noch mit Tattoos. Dabei beweist er besonders beeindruckend seine fundierte Recherche zu Tattoos und der Szene im Allgemeinen.


Das Cover ist gut gelungen und passt zum Titel, obwohl ich stattdessen lieber das Tattoo vom Täter oder eins der Opfer zu gerne in Farbe gesehen hätte. Die bildhafte Beschreibung, zu sämtlichen Tattoos im Buch, hat mich nämlich neugierig gemacht. Kamen diese Details vielleicht im Buch vor, dass weiß ich leider nicht, da ich nur das Hörbuch zu Hand habe.
 

Die Stimme von "Dietmar Wunder" sollten alle kennen, spätestens seitdem er seine Stimme Daniel Craig in Casino Royale geliehen hat. Seine markante und herbe Stimme trifft auf verschiedene Charaktere, die er mit Bravour in Szene setzt. Ich sehe mich schon nach seinen anderen Hörbüchern um und es werden noch weitere folgen. =) Gute Vorleser sind mir, besonders bei Thrillern,  sehr wichtig!

Fazit - Bewertung: 5 Sterne

Gänsehauptfaktor ist gesichert, schon allein bei der Vorstellung mit Gift tätowiert zu werden. Jeffery Deaver hat hiermit einen neun begeisterten Fan. "Der Giftzeichner" verdient 5 Sterne.

Autor
 
Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Seit seinem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat der von seinen Fans und den Kritikern gleichermaßen geliebte Jeffrey Deaver sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher, die in 25 Sprachen übersetzt werden und in 150 Ländern erscheinen, haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingebracht. Auch die Verfilmung seines Romans "Der Knochenjäger" (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg.
 
 
Gelesen von ...
 
Dietmar Wunder ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher, Hörspielsprecher und Synchronregisseur. Bekannt ist er vor allem als deutsche Feststimme von Adam Sandler, Cuba Gooding Jr. und seit Casino Royale von Daniel Craig. Seit 2007 ist Dietmar Wunder auch als Hörbuchinterpret tätig.



Produktbeschreibung vom Verlag - Die Ermittler:

Lincoln Rhyme
Position: Berater des New York Police Department

Alter: Anfang vierzig

Beziehungsstatus: geschieden

Kinder: keine

Kennzeichen: analytisch brillant, dabei eigenwillig und mürrisch

Seitdem bei einer Tatortuntersuchung ein herabstürzender Balken den Detective Lincoln Rhyme unter sich begraben hat, sitzt dieser von den Schultern abwärts gelähmt im Rollstuhl. Eine gewagte Operation hat ihm zumindest die Beweglichkeit der rechten Hand zurückgegeben. Rhyme ist verbittert und grantig; von seiner Frau hat er sich getrennt, weil er ihr das Zusammenleben nicht länger zumuten wollte.

Aufgrund seines forensischen Sachverstands gilt er als kriminalistisches Superhirn und berät das NYPD. In seinem Haus am Central Park, in dem er rund um die Uhr von einem Betreuer umsorgt wird, ist ein forensisches Labor eingerichtet worden. Die Streifenpolizistin Amelia Sachs sucht nach einem von ihm entwickelten Schema die Tatorte ab und sichert selbst unbedeutend erscheinende Beweismittel.

Für seine erste Beratungstätigkeit nach dem Unfall war Sachs ihm als Assistentin zugeteilt worden. Der intensive Kontakt mit ihr, der schon bald sehr persönlich wurde, hat dafür gesorgt, dass Rhyme, der mit seiner Griesgrämigkeit fast alle Menschen auf Distanz hält, wieder ein privates Beziehungsleben aufbauen konnte.


Amelia Sachs

Position: Streifenpolizistin

Alter: Anfang dreißig

Größe: 1,75 m

Beziehungsstatus: ledig

Kinder: keine

Kennzeichen: bildschön, nur mühsam beherrscht, Polizistin mit Leib und Seele

Mit ihrer attraktiven Erscheinung – groß, schlank, flammend rote, lange Haare – hätte Amelia Sachs durchaus Chancen gehabt, ihre begonnene Modelkarriere erfolgreich weiterzuführen, doch sie entschied sich für den Polizeidienst. Ihr Vater war ebenfalls Streifenpolizist. Seinen Tod hat sie nie wirklich verwunden, ebenso wenig ihre gescheiterte Beziehung mit einem Polizeikollegen, der wegen Bestechlichkeit ins Gefängnis musste.

Amelia fährt einen alten Chevrolet Camaro, den ihr Vater ihr hinterlassen hat. Sie führt alle Reparaturen selbst aus und ist beim Schleudertraining ebenso oft anzutreffen wie auf dem Schießstand. Ihr Fahrstil ist bei Kollegen gefürchtet.

Nach außen wirkt Amelia tough und cool, aber wer ihr aufbrausendes Temperament kennt, weiß, dass sie, wenn sie sich zur Ruhe zwingt, sich vor innerer Anspannung die Nagelbetten und manchmal auch die Kopfhaut blutig kratzt.

Amelia Sachs ist im Laufe der Zusammenarbeit eine Beziehung mit Lincoln Rhyme eingegangen. Nicht nur der körperliche Aspekt macht diese Beziehung schwierig: Die Sorge um den jeweils anderen in ihrem lebensgefährlichen Beruf lässt die beiden immer wieder neu nach dem für sie richtigen Verhältnis von Distanz und Nähe suchen.