Freitag, 11. September 2015

[Rezension] Todesurteil von Andreas Gruber


Titel: Todesurteil
Autor: Andreas Gruber
Laufzeit: ca. 15h 16 min.
Verlag:  Der Hörverlag (16.02.15)
Jetzt kaufen: Hörbuch, Taschenbuch
Von Mir empfohlenes Alter: Erwachsen
Gerne: Thriller 
Sprache: Deutsch
Bewertung:  5  Sterne

 
Kurzbeschreibung lt. Amazon

Die FALSCHE SPUR führt in den ABGRUND …

In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört an einem nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes "Inferno" tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen den Fällen – und das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat …
 
Meine Empfehlung
 
„Todesurteil“ ist mein erstes Buch von Andreas Gruber, obwohl es sich dabei um den 2. Teil  der beiden Ermittler - Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez - handelt, war es für das Verständnis nicht notwendig den 1. Teil vorher zu lesen.

Mit über 15 Stunden ist dieser Thriller ziemlich umfangreich – und keine einzige Minute davon war für mich langweilig! Ich habe bei der Autofahrt ganz gebahnt zugehört und mit gefiebert. Der Autor baut eine komplexe und spannende Handlung auf und legt eine Menge Spuren für die Leser aus, von denen lange nicht klar ist, welche in die richtige Richtung führen. Das ein oder andere Mal, wurde ich in die Irre geführt und wusste lange nicht wer jetzt der Wahre Täter ist.  Auch wenn die eine oder andere Überlegung meinerseits gar nicht so verkehrt war, hat mich das rasante Ende dann total überrascht.


Die Darstellung der Charaktere an sich ist wirklich gut gelungen, sie sind alles andere als einseitig oder vorhersehbar, sie überzeugen mit ihren Stärken und Schwächen. Allen voran natürlich Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Sabine ist eine taffe und intelligente Frau, die sehr viel Begabung für die Fallanalyse mitbringt und die Neigung zu Alleingängen hat. Ihr Ehrgeiz und persönliches Interesse für die Lösung der Fälle ist auch nachvollziehbar dargelegt. Maarten S. Sneijder vereinigt Genie und Wahnsinn in einer Person: keiner seiner Kollegen kann als Fallanalytiker eine höhere Aufklärungsrate vorweisen, allerdings sind seine Methoden ziemlich grenzwertig.
Am meisten hat er mich in seinen Bann gezogen und tatsächlich mitleiden lassen. Zwischendurch wusste ich echt nicht was aus ihm geworden ist! Seit heute bin ich ein Fan von Ihm.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die wichtigsten Fragen beantwortet wurden und der komplexe Handlungsaufbau in sich logisch war und nicht abgewichen ist. Mich hat dieses Buch absolut überzeugt und ich bin nun sehr neugierig auf die anderen Werke des Autors, vor allem auf den Vorgängerband „Todesfrist“.
 
 
Fazit - Bewertung: 5 Sterne
 
Ein hervorragender Plot, Andreas Gruber ist ein faszinierender Thriller Autor. Trotz Start-Schwierigkeiten, hat auch der Vorleser Achim Buch mich von seinen Qualitäten  überzeugt.  Ich freue mich auf  die Fortsetzung und ein Wiedersehen mit dem tollen Ermittlerduo.
 
 
Autor
 
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie und fünf Katzen in Grillenberg in Niederösterreich. Seine Bücher wurden u.a. dreimal mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Der Versicherungsdetektiv Peter Hogart ermittelt in den beiden Romanen »Die Schwarze Dame« und »Die Engelsmühle«, und der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder in »Todesfrist« und »Todesurteil«. »Racheherbst« erscheint am 15. September 2015 bei Goldmann.

»Schriftstellerei bedeutet für mich, dass ich interessante Figuren erfinden darf, ohne in der Psychiatrie zu landen - und böse Menschen auf originelle Weise ermorden kann, ohne im Gefängnis zu landen. Aber sonst bin ich ein netter Kerl.« (Andreas Gruber)

Weitere Informationen unter:
www.agruber.com oder  https://www.facebook.com/Gruberthriller
 
 
Gelesen von...
 
Achim Buch, geboren bei Bonn, studierte an der an der Folkwang-Hochschule in Essen. Er war schon an vielen deutschen Schauspielhäusern engagiert, darunter das Thalia Theater in Hamburg. Derzeit gehört er zum festen Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg und ist zum Beispiel in der "Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht (Regie: Jarg Pataki) oder Shakespeares "Romeo und Julia" (Regie: Klaus Schumacher) zu sehen. Buch spielt zudem immer wieder Rollen in Funk und Fernsehen.