Montag, 31. August 2015

[Blogparade] Vorbilder - Wählen wir unsere Vorbilder un/bewusst aus?

Stempel3
Informationen zu dieser Blogparade, die Regeln und was genau das überhaupt ist, findet ihr unter der Seite Lebensdurstig.de!!!

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei Carla und Yasemin für die Blogparade bedanken. Eine tolle Aktion an der ich mich sehr gerne beteiligt habe. Mich hat das Thema "Vorbilder" sehr inspiriert, aber am meisten hat es mich interessiert ob wir ein Vorbild bewusst oder unbewusst auswählen. Außerdem finde ich es interessant wie die Medien uns beeinflussen. Nur so am Rande; ich möchte mit diesem Beitrag niemanden zu nahe treten oder beeinflussen. Jedem steht es frei meine Meinung zu lesen und sich eine eigene zu bilden.
 

Bevor wir die Thematik vertiefen, sollten wir vielleicht erst die Definition festlegen.
 
Als Vorbilder werden in der Psychologie Menschen bezeichnet, an denen sich vor allem Kinder und Jugendliche orientieren und dessen Denk- und Verhaltensweisen sie in der Sozialisation übernehmen, wobei die sich mit dieser Person oft identifizieren oder diese bewundern. Besonders in den ersten Lebensjahren lernen Kinder von nahen Bezugspersonen, was für das Überleben und Funktionieren in der Welt wichtig ist. Selbstfindung kann sich ohne Vorbilder auch nicht vollziehen. Speziell junge Menschen versuchen ihre Schwächen und Unsicherheiten durch die Nachahmung von Vorbildern auszugleichen, wobei Massenmedien die Jugendlichen darin unterstützen, indem sie Menschen hervorheben und vermitteln, dass diese „Stars“ perfekt sind.

Allerdings können nicht nur reale Menschen als Vorbild dienen, sondern es kann sich dabei auch um fiktive Personen aus Romanen oder Filmen handeln. Vorbilder haben daher oft Leitbildfunktionen, die sich auf konkrete, nachprüfbare Faktoren stützen. Viele Mädchen schwärmten in ihrer Kindheit bzw. Jugend für eine ganz bestimmte weibliche Figur aus Büchern oder Fernsehen, die implizit oder explizit als Vorbild fungierte und sie ein kleines Stück auf ihrem Lebensweg begleitetet und damit auch ein wenig deren Persönlichkeit prägt. Nach einer Aussage des Psychologen Alfred Gebert nehmen weibliche Kindheitsidole durchaus auch einen Einfluss auf die Persönlichkeitsbildung von Frauen, denn wenn jemand Pippi Langstrumpf bewunderte, für die ist vermutlich Freundschaft sehr wichtig geworden. Ein Mädchen, das Bibi Blocksberg bewundert hat, ist vielleicht auch später eher tough, aktiv und unkompliziert, während ein Mädchen, das die Rote Zora verehrte, neuen Erfahrungen gegenüber aufgeschlossen wird. ...
 
 
Sind Vorbilder für mich persönlich noch Zeitgemäß?
 
Wie sehr sind wir unserer Vorbilder bewusst? Haben wir welche und merken es nicht mal?
Als Kind waren meine Familienmitglieder - so zusagen - meine Vorbilder. Das hat sich in der rebellischen Pubertät gelegt. Der Focus hat sich auf die Außenwelt  und andere Interessen ausgeweitet. Allerdings habe ich nie darüber nachgedacht, wer mein Vorbild ist. Die Frage "Wer möchtest du irgendwann sein, Tänzerin, Polizistin oder ein Supermodel?" wird immer nur von Erwachsenen gestellt. Diese Gedanken werden jungen Menschen einfach eingepflanzt. Ich habe ganz unbewusst mit meinen Vorbildern gelebt, bis diese nervenaufreibende Frage der Erwachsenen kam! Früher durften Kinder noch Kinder bleiben, jetzt müssen sie über Vorbilder nachdenken.

Bildergebnis für soziale netzwerke übersicht
Quelle: Das Internet
So merkwürdig das jetzt auch klingt, ihr alle dort draußen seid meine Vorbilder! Ein Jeder kann ein Vorbild sein. Vielleicht ist das jetzt etwas zu verallgemeinert von mir, aber ganz ehrlich man kann ein Vorbild auch etwas unkonventionell nutzen, es gibt da schließlich keine Regeln oder so. Jeder mit dem ich Kontakt pflege, aus Medien kenne, etc. zeigt mir wie ich mein Leben führen kann oder eben wie ich es nicht führen sollte. Bezogen auf das Soziale Netzwerk, muss ich zugeben, dass es sehr unterschiedliche Stereotypen sind, die ich dort antreffe. Warum sollte ich mich da mit nur einem Vorbild begnügen?
 

Sind Romanfiguren, Internet und Co. die neuen Vorbilder des 21. Jahrhunderts?
 
Vorbilder sind schön und gut, aber niemand sollte sich darüber definieren müssen.  Was tun, wenn man in der "realen Welt" keine Vorbilder findet? Viele sind antriebslos und irren ziellos durchs Leben. Sie wünschen sich mehr, mehr Erfolg, mehr Glück in der Liebe, mehr Geld. Also was tut man, wenn man keine Vorbilder hat die einem den Weg weisen oder eine alternative bieten? Ganz einfach, die Leute orientieren sich an den Medien und an der virtuellen Welt.
 
#Heute, das vorgesetzte Vorbild; Fiktive Romanfiguren, Filmcharaktere, Videospiele, etc. gehören zum Alltag und damit werden wir regelmäßig bombardiert, dabei werden uns verschiedene Vorbilder vorgestellt, z.B. die fiktive Romanfigur mit der übermenschlichen Perfektion, Filmcharaktere mit dem außergewöhnlich perfektem Leben, im Videospiel der wunderschöne Avatar der alles richtig macht, usw. Die Liste ist unendlich und unterliegt der ständigen Veränderung.
 
Nacheifern kann motivierend sein, es kann aber auch das Gegenteil bewirken und unser Selbstbewusstsein zerstören.  Sollte sich jemand eine Romanfigur aussuchen, die ein perfektes, aufregendes und erfolgreiches Leben führt, dann sollte sich derjenige darüber im klaren sein, dass es vielleicht nur der Hype um "50 Shades of Grey" ist und das nicht gleich jeder so leben  muss wie der Filmcharakter.
 
Ein Vorbild ist keine Filmrolle in die ihr eintauchen müsst, den Lebensstil eines Charakters bis ins die letzte Nuance auszuleben, ist meiner Meinung nach nicht das Richtige. Aber ihr dürft euch einige Aspekte  herauspiken und euch motivieren lassen, dafür sind Vorbilder schließlich da.
 
 
Jeder kennt doch den Vorwurf "du bist ein schlechtes Vorbild". Aber gibt es das überhaupt?
 
Leider ja, in diesem Zusammenhang möchte ich euch erklären wieso ich so denke: Auch, wenn einige es unbewusst tun, so sind sie doch schlechte Vorbilder für andere. Nehmen wir doch ein Beispiel aus dem Alltag eines Heranwachsenden: Die nächste Generation nimmt aus der unmittelbaren Umgebung alle Personen, Gegenstände, Tiere usw. sehr genau unter die Lupe. Wie so häufig der Fall, werden selten die guten Dinge nachgeahmt. Ein kleines Kind saugt bekanntlich Informationen wie ein Schwamm auf. Was glauben sie macht es damit? Hm, mal überlegen; darüber nachdenken? Das Verhalten der Erwachsenen analysieren? Oder diskutiert es mit gleichaltrigen darüber? Nein, es ist schließlich nur ein Kind, dass sich bei den Erwachsenen das Verhalten abguckt und so alles richtig macht. Oder nicht?  Die Erwachsenen wissen bekanntlich was sie tun, aber leider ist das immer seltener der Fall. Die meisten Erwachsenen sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als das sie ihre Funktion als Vorbild in Frage stellen würden. Zur Info: Kinder sind auch nur Menschen.
 
Während ein Erwachsener in der Lage ist sich ein vernünftiges Vorbild auszusuchen und dann zu entscheiden was er damit anfängt. Wird Kindern und Jugendlich diese Entscheidung meist abgenommen, weil ihnen ein Vorbild überwiegend von anderen  vorgesetzt wird.

Nehmen wir diesmal ein Beispiel aus dem Alltag eines Teenagers: Dieser wird viel mehr mit den Medien und Sozialen Netzwerken bombardiert. Und viele der Teenager kriegen die Informationen ungefiltert und lassen sich auch negativ beeinflussen.
 
Beispiel: ein Model Marke Laufsteg tauglich, dass als Vorbild vieler junger Mädchen dient, wird von den meisten nachgeahmt und kann unter Umständen ein schlechtes Beispiel sein. Denn junge Menschen sind sehr empfänglich und leicht beeinflussbar. Die daraus resultierende Folge: gesunde Mädchen magern ab, werden Krank und führen den selben ungesunden Lebensstil wie besagtes Model. Manche gehen irgendwann soweit und verändern ihr Äußeres, so dass sie auch wie ihr Vorbild aussehen. Eine jüngere Kopie ohne eigene Persönlichkeit sollte nicht das Ziel sein.
 
Unterm Strich kann man nur sagen, wenn dem Model die Pflegeprodukte, Schminke und vor allem die Bildbearbeitung weggenommen wird. Was bleibt da übrig? Eine ganz normale Frau mit ganz eigenen Problemzonen. Aber das ist nicht was wir denken sollen. Wir sollen nur das unerreichbare Schönheitsideal sehen, dass wiederum uns dazu anregt es anzustreben und so die Verkaufszahlen für jedes Schönmachende-Mittelchen ankurbelt.
 
Wir, die Erwachsenen lassen uns viel zu stark von den Profit orientierten Medien beeinflussen und lenken. Was sollen da Heranwachsende machen?
 
 
Fazit
 
Es gibt sowohl gute wie auch schlechte Vorbilder, beide sind wichtig für uns, so lernen wir den Unterschied und wählen für uns ein passendes Vorbild aus. Wir sind schließlich unseres Schicksals Schmied und sollten unser Leben etwas bewusster leben!
 
 
Schlusswort!
 
Mein derzeitig motivierendes Lied ist  "So wie du bist" von MoTrip. Refrain; Lass die anderen sich verändern und bleib so wie du bist.

Meine Aufforderung an Euch: Finde Dich selbst, finde dein Vorbild und dann bleib du selbst! Sei keine billige Kopie. Bewundere die Fähigkeiten deiner Vorbilder, leite nur die Besten ab, einige wichtige Aspekte und mach es noch besser. Werde bzw. bleib ein Individuum auf das du Stolz sein kannst. Solange du in 10 Jahre noch in den Spiegel gucken kannst, mit dem was du jetzt tust, ist alles in Ordnung!
 
Vielen dank, dass du dir die Zeit genommen hast, falls du noch mehr über das spannende Thema "Vorbilder" lesen möchtest, dann sieh dir bitte auch die anderen Beiträge der Blogparade an. Über ein Feedback zum Thema würde ich mich sehr freuen.
 
LG eure Elena =)