Mittwoch, 12. August 2015

[AUTOREN-INTERVIEW] Mona Silver + Gewinnspiel

3in1 - Autoren / Buchvorstellung / Gewinnspiel

Heute habe ich für euch ein Interview, dass ich mit der Autorin Mona Silver geführt habe und ihr so ein wenig mehr über ihre Bücher und ihre Person erfahren könnt. Ich selbst habe sie ganz zufällig auf Lovelybooks - im Rahmen der Leserunde, die derzeitig läuft - entdeckt und für Euch in bisschen weiter recherchiert.

Zur Zeit kann man auch auf Facebook in der Kernstaub-Geburtstagspartyveranstaltung ein Exemplar von "Verlorener Stern" gewinnen. Und die nächste Aktion, ein "Fotorätsel", ist für den Zeitraum vom 9. bis 19. September auf der Autorenseite geplant. 
Weitere Informationen über die Autorin unter ihrer AutorenseiteTwitterYoutube oder Facebook.
 
Und nun viel Spaß beim Lesen!


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 Meine Fragen und die Antworten von der Autorin Mona Silver !

Quelle: Mona Silver

Kannst du dich bitte den Lesern einmal vorstellen und ein bisschen über dich erzählen?
Ich wurde Anfang der 70er Jahre in Aachen geboren. Hauptberuflich bin ich als Fremdsprachenassistentin im Auswärtigen Amt tätig und lebte im Zuge dessen zwischen 1997 und 2013 für jeweils vier Jahre in Peking, New York, Vilnius und Minsk. Zurzeit bin ich in der Zentrale in Berlin und helfe dort Anwendern mit IT-Problemen. Da ich meinen Beruf grundsätzlich ganz gerne mag und nicht vorhabe, ihn an den Nagel zu hängen, bin ich zufrieden damit, als Autorin unter dem Namen Mona Silver nebenberuflich tätig zu sein. Das Schreiben ist ein Hobby, das irgendwie das Laufen gelernt hat, ohne dass ich das wirklich geplant hätte. Seit der Zeit, als ich das erste Wort aus „Verlorener Stern“ zu Papier gebracht habe, ist so viel passiert, dass ich mich manchmal kneifen muss, um sicherzustellen, dass ich nicht träume. Denn ein Traum ist damit wirklich wahr geworden. Ein Traum, den ich über lange Jahre hinweg tief begraben hatte, weil das Leben einfach in anderen Bahnen verlief. Doch in einem Alter, in dem andere ihre Midlife Crisis erleiden, fing ich an, da anzuknüpfen, wo ich als Teenager aufgehört hatte. Und auf einmal wurde ich vom eigenen Erfolg überholt. Und hier bin ich nun. Veröffentlichte Autorin - und in meinen Ohren klingt das noch immer irgendwie hochstaplerisch, auch wenn es de facto nur die Wahrheit ist.

Ich kenne dich unter dem Namen Mona Silver. Gibt es auch Bücher oder kleinere Geschichten die du unter einem Synonym geschrieben hast? 
Mona Silver ist mein einziges Pseudonym und der Name, unter dem ich als Autorin tätig bin. Weitere Namen gibt es nicht von mir in der Öffentlichkeit. „Verlorener Stern“ ist mein erstes und bislang einziges veröffentlichtes Buch. Ein paar Kurz- und Kürzestgeschichten gibt es kostenlos auf meiner Webseite
www.monasilverautor.com zu lesen.

Welche Medien durchforstest du vor dem Schreiben?
Vor dem Schreiben eigentlich nichts. Ich bin das, was man einen „Discovery Writer“ nennt, d. h. ich habe eine vage Idee dessen, was meinem Protagonisten passieren könnte und fange an, drauf los zu schreiben. Erst während des Schreibens recherchiere ich im Internet. Hier steht mir natürlich am häufigsten Tante Google zur Seite, aber ich begebe mich auch manchmal gezielt auf die Suche nach Fachleuten. Zum Beispiel habe ich mich in einem Kampfsportforum angemeldet, um mir Hilfe von Spezialisten beim Schreiben von Kampfszenen zu holen.

Sehr oft stolpere ich während meiner Recherche über Begebenheiten, Fakten, Sagen oder Orte, die sich wie dafür geschaffen in meine Geschichte einbinden lassen. Manchmal bin ich selbst darüber verwundert, wie z. B. eine Maya Sage so perfekt in das von mir erdachte Fantasiegebilde hineinpassen kann. Das fasziniert mich und ist sehr inspirierend.
 
Woher bekommst du die Ideen für deine Geschichten?
Wenn ich das bloß wüsste! Zumindest für den ersten Band kann ich es wirklich nicht sagen. Wie oben schon erwähnt, als Discovery Writer schreibe ich einfach drauf los. Eigentlich war meine ursprüngliche Idee zu „Verlorener Stern“ eine ganz andere Geschichte, sogar ein anderes Genre. Ich hatte die Idee zu diesem Volk, das statt sich fortzupflanzen, Menschenkinder zu sich holte. Es war eher ein gruseliger Gedanke, den ich da hatte, um ehrlich zu sein. Und das fand Philip, mein Prota, wohl auch. Denn er weigerte sich hartnäckig, das Mädchen Hannah einfach so ohne Hintergedanken ihrer Mutter wegzunehmen. Während ich also schrieb, ließ er mich wissen, was er wollte und es fühlte sich an, als würde ich die Geschichte von irgendeiner magischen Sternencloud herunterladen… Als dann auch noch Victoria ein Eigenleben entwickelte, war ich endgültig dazu verdonnert zu schreiben, was die Protas mir diktierten. Es war beinahe so wie das Buch eines anderen Autors zu lesen, nur dass ich die Worte erst noch niederschreiben musste.

Ich gebe zu, dass es beim zweiten Band ein bisschen anders läuft, weil ich mich nun an vorgegebene Fakten aus Band 1 halten muss. Da werden die Handlung sorgfältiger geplant und Hindernisse bewusster in den Weg gelegt.

Ideen für weitere Bücher habe ich viele, auch außerhalb der Bo’othi Reihe. Ob ich alt genug werde, das alles zu schreiben und immer genug Zeit dafür finden werde, steht noch in den Sternen. Diese Ideen kommen meistens aus dem Nichts, getriggert durch einen Satz oder ein Bild, ein Erlebnis oder eine Beobachtung. Eines meiner To-Do-Projekte beruht z. B. auf der Aufgabenstellung aus einem Schreibwettbewerb von neobooks, den ich im letzten Jahr gewonnen habe. Dort sollten wir eine völlig aus dem Zusammenhang gerissene Szene weiterschreiben und uns einen Handlungsrahmen dafür ausdenken. Die Idee gefiel mir so gut, dass es seither auf der Warteliste der möglichen Projekte schlummert.

Wie sieht es bei der Covergestaltung aus? Darfst du dies mitentscheiden oder bekommst du es später als fertigen Entwurf?

Nein. Der Verlag macht das ganz allein und – wie ich finde – immer sehr gut. Ihre Coverdesignerin Andrea Gunschera hat durch die Bank wunderschöne Cover, für die sich der Sieben Verlag auch unter Liebhabern schon einen richtigen Namen gemacht hat. Ich bin sehr dankbar, dass ich mir da keinerlei Gedanken drum machen musste und die Sache in guten Händen wusste. Ich liebe das Cover von „Verlorener Stern“ und hätte es ganz sicher niemals besser oder auch nur gleichwertig gut machen können.
 
Was war deine 1. Reaktion als du erfahren hast, dass du dein Buch beim Sieben Verlag veröffentlichen darfst? Bist du auf dem Tisch getanzt oder vielleicht schreiend durch die Wohnung gelaufen?
Es war an meinem Geburtstag und ich war gerade mit einer Freundin, die als Fotografin tätig ist, bei einer Fotoveranstaltung in einem alten Fabrikgebäude. Es gab mehrere Stationen, in denen man die Kulissen für Fotoexperimente nutzen konnte und wir quetschten uns gerade durch ein schmales Treppenhaus zur nächsten Station, als mein Handy den Eingang einer E-Mail verkündete. Ich glaub, Corinnas Arm war dort, wo ich ihr freudig meine Finger ins Fleisch bohrte, am nächsten Tag blau. ;) Ich hab es erst gar nicht wirklich glauben können und gegoogelt, ob es den Verlag wirklich gibt. Immerhin war das das erste Buch, das ich je geschrieben hatte. Ich habe nie vorher etwas in der Art ausprobiert, habe keine Dutzende von Manuskripten in der Schublade liegen und hatte gerade erst vor vier Monaten entschieden, meine Ideen einfach mal aufzuschreiben. Ich hatte so oft in Schreibratgebern gelesen, dass man Geduld braucht und dass einen Verlag für das erste Manuskript zu finden ungefähr so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto sei. Und dann das! Aber sie meinten es ernst, der Vertrag wurde kurze Zeit später tatsächlich unterzeichnet. Am Abend dieses Tages war ich im Musical mit einer anderen Freundin und es war nur gut, dass es sich dabei um Dirty Dancing handelte, dessen Handlung ich wie jede Frau meiner Generation auswendig kannte… darauf konzentrieren konnte ich mich jedenfalls nicht.

Wie hat sich dein Leben seitdem verändert?
Das Geschreibsel, das ich hobbymäßig betrieb, hat auf einmal eine ganz andere Dimension bekommen. Leute, fremde Leute, wollen lesen, was ich mir ausgedacht habe! Ein unglaublicher Gedanke, den ich mir täglich drei bis fünf Dutzend Male selbst laut sagen muss, um es zu glauben. Aus dem mitleidigen Lächeln der anderen ist ein anerkennendes Schulterklopfen geworden und das nur, weil ein Verlag meine Geschichte ausgewählt hat, um ein Buch daraus zu machen.

Ich schreibe seither irgendwie pausenlos, wenn auch seltener an Manuskripten als mir lieb ist. Ich bin völlig überrascht von der Tatsache, dass die Leute mehr über mich wissen wollen und ich plötzlich so was wie das hier mache. „Ich gebe ein Interview.“ - wie verrückt klingt das denn? ;)

Manchmal ist es anstrengend und ich habe das Gefühl, vor dem Rechner angeklebt zu sein und nichts anderes mehr zu tun, als mir zu überlegen, was ich Interessantes posten könnte. Man will ja auch nicht langweilen. Es ist oft eine ziemliche Gratwanderung, aber ich lerne täglich Neues dazu. Es macht mir wahnsinnig viel Spaß, mir kreative Wege auszudenken, mein Buch bekannter zu machen, Leser zu finden, Leute dafür zu interessieren. Ich mag diese „Gefällt mir und teile mich-Gewinnspiele“ auf Facebook überhaupt nicht. Darum gibt es bei mir immer kreative Ansätze, die Leute müssen irgendwas dafür tun, um zu gewinnen. Mir solche Sachen auszudenken ist fast so ein kreativer Prozess wie das Schreiben selbst.

Während ich früher abends eher vor dem Fernseher hockte und DVD Serien verschlungen habe, sitze ich nun abends vor dem PC und schreibe. Sei es im aktuellen Manuskript oder auf Facebook oder andere „Büroarbeiten“, die plötzlich dazugehören. Anfragen zum Buch, Bitten um Lesezeichen, Angebote von Aktionen, Leserunden. Das kostet alles zusätzliche Zeit, die ich mir gänzlich neu einteilen musste. Der Brotjob will ja auch noch täglich verrichtet werden. Ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung habe, wie Leute das alles hinkriegen, die neben dem Brotjob auch noch Familie haben. Ich als Single kann meine Freizeit voll und ganz der Schreiberei widmen und dabei kommt sie schon zu kurz. Hut ab vor allen, die das mit Familie hinkriegen!

Wie wichtig sind dir Rezensionen? Liest du sie? Wie gehst du mit Kritik um?
Noch gibt es nicht viele Rezensionen bis auf eine, auf die ich furchtbar stolz bin, weil sie wirklich toll ist. Und natürlich ist es einfach, mit stolz geschwellter Brust positiv auf eine Fünf-Sterne-Rezi zu reagieren. Als sie vor ein paar Tagen auf meiner Timeline in FB auftauchte, hat mir das Herz bis zum Hals – ach was, bis zu den Ohren! – geklopft und ich war furchtbar aufgeregt. Ich hatte wirklich Angst davor, sie zu lesen. Mir vorzustellen, dass jemand Wildfremdes mein Baby beurteilt, das ist schon hart. Schließlich ist das Baby jeder Mutter in ihren Augen das schönste Baby der Welt. Aber ich habe meine feuchten Handflächen an der Hose abgewischt, tief durchgeatmet und gelesen. Und in diesem Fall war ich hinterher auf einer Wolke aus Endorphinen unterwegs und schwebte durch den restlichen Tag!

Wie ich reagiere, wenn es mal negativ ausfällt, wird sich zeigen. Natürlich nehme ich mir fest vor, bei konstruktiver Kritik wissend zu nicken, höflich Danke zu sagen und etwas daraus zu lernen. Sollte es unfaire Kritiken geben, werde ich versuchen, sie achselzuckend hinzunehmen und zu vergessen. Wenn meine Testleser etwas kritisierten, habe mich selbst korrigiert, sobald ich merkte, dass ich anfing, mich zu rechtfertigen. Jede Kritik, die nicht destruktiv einfach nur alles platt macht und drauf haut, hat ihre Berechtigung und ist nur hilfreich, besser zu werden. Ich hoffe, ich bekomme dann im Ernstfall auch Gefühle und Kopf so weit voneinander getrennt, dass ich es halbwegs elegant über die Bühne bringe. Das wird sich dann zeigen.

Die nächste Frage klingt mit Sicherheit sehr banal, doch ist sie auch eine der interessantesten: Warum genau schreibst Du?
Geschrieben habe ich eigentlich immer. Schon sehr früh habe ich meine Eltern genervt, weil ich wissen wollte, „was da steht“ und konnte schon lange vor der Einschulung lesen und schreiben. Ich habe immer einen Stift dabei, schreibe alles auf, ob wichtig oder unwichtig. Zahllose Zettelchen begleiten mich in meinem Leben wo ich gehe und stehe. Die sind auch durch Smartphones nicht ersetzt worden.

Mit vierzehn habe ich meinen ersten „Roman“ geschrieben. Natürlich war er viel zu kurz und ich viel zu unreif, als dass er je verlegt worden wäre, aber ich weiß heute noch den ersten Satz, mit dem das Werk anfing: „In dem Zirkuszelt war es mucksmäuschenstill und alle hielten den Atem an.“
Schreiben war in Zeiten vor dem Internet, das einem die Welt unter die Fingerspitzen legt, ungleich schwieriger. Kein Google, das einem beim Recherchieren hilft; kein Schreibprogramm mit Rücktaste oder Copy & Paste; und ausgerüstet nur mit einer alten Schreibmaschine, auf der man sich in der obersten Zahlenreihe bei jedem „ß“ fast den kleinen Finger brach, um es mit Schwung aufs Papier zu bringen. Ich glaube, das Schreiben war mir damals zu anstrengend, denn nach diesem einmaligen Projekt habe ich es nicht weiter verfolgt. Stattdessen schrieb ich ellenlange Briefe und Reiseberichte, verfasste ein paar Artikel für die Firmenzeitschrift und um den Jahrtausend Wechsel hatte ich eine private Webseite, auf der ich kleine Geschichten aus der Sicht meines Katers Jimmy veröffentlichte. Auch beruflich schreibe ich naturgemäß viel, was aber wenig mit Kreativität und mehr mit Lehrmaterial zu tun hat.

Was das Schreiben von Büchern angeht, glaube ich, dass jeder, der gerne liest, irgendwann mal den Gedanken hat „das kann ich auch“. Man hat Ideen zu Geschichten, denkt sie sich in der Badewanne aus, sinniert noch ein wenig im Bett darüber und überlegt sich dann, dass das ein tolles Buch abgeben könnte. Die meisten belassen es dabei. Ich auch. Sehr lange jedenfalls. Doch dann habe ich mich mit einer Freundin unterhalten. Sie hat unter dem Pseudonym Romana Grimm bereits mehrere Bücher veröffentlicht und ist nicht nur als Autorin aktiv, sondern betätigt sich auch als Malerin. Ihre Comiczeichnungen „The Daily Bunny“ bringen mich auf FB regelmäßig zum Lachen. Ich bewundere sie sehr für ihre Kreativität und dass sie ihren Lebenstraum so zielstrebig verfolgt.

Als ich Romana traf, sagte ich zu ihr genau das, was so viele Autoren zu hören bekommen: „Ich würde ja auch gerne mal was schreiben, aber ich weiß gar nicht, woher ich die Zeit dafür nehmen soll.“ Romanas Blick werde ich wohl nie mehr vergessen. Es war, als hätte ich ihr gesagt, ich hätte keine Zeit, mir die Zähne zu putzen oder zu atmen. Dass die Sache mit der Zeit einzig und allein eine Sache von Prioritäten ist, hatte ich da noch nicht erkannt, aber ihr Blick brachte es mir ins Bewusstsein. Die Idee „es auch mal zu probieren“, wuchs also in mir heran und wurde so groß, dass ich am 24. Dezember 2013 einfach anfing. Ich hatte frei, viel Zeit, Lust, Ideen und Muße. Und das war dann der Startschuss zu einer neuen Leidenschaft.

Ich würde sehr gerne wissen, über welches Gerne du am liebsten schreibst bzw. schreiben möchtest? Warum dich das Thema am meisten fasziniert?
Bislang habe ich vor allem Plot-Ideen im Bereich romantische Fantasy. Ich denke, man schreibt das am besten, was man auch gerne liest. Und das war in den vergangenen Jahren nun mal dieses Genre. Aber in der Vergangenheit habe ich auch Thriller und Horrorromane gelesen. Stephen King mochte ich immer sehr gerne.

Ich weiß nicht, was die Zeit noch bringt, ob ich irgendwann mal was ganz anderes ausprobieren will. Krimis, soviel kann ich sagen, wird es von mir nie geben. Ich mochte sie auch nie lesen. Aber ob ich mich irgendwann mal an einen Thriller oder gar an Horror herantrauen werde, wer weiß das schon? Vor zwei Jahren hätte ich das, was heute ist, auch nicht für möglich gehalten.

An der Fantasy fasziniert mich vor allem die Freiheit, die ich als Autorin habe, unerwartete Wendungen einzubauen, die es in einer realen Welt so nicht geben könnte. So kann ich mich immer wieder selbst überraschen mit neuen Ideen. Außerdem liebe ich die Momente, in denen Unnatürliches passiert und für magische Atmosphäre sorgt.

Welcher Charakter deines neuen Buches wärst du gern?
Das ist eine schwierige Frage, die ich nun schon einige Tage mit mir herumtrage. Eigentlich möchte ich keiner meiner Charaktere sein, bei dem, was den Ärmsten alles passiert. Während des Schreibens mochte ich Philips Freund Sa’alagh sehr gerne, aber ich möchte sein Schicksal ganz sicher nicht teilen. Am ehesten könnte ich mir noch vorstellen, Magda zu sein. Sie ist eine treue, loyale Freundin, die die Wahrheit spricht, ohne zu verletzen. Sie steht mit beiden Beinen auf dem Boden und ist da, wenn man sie braucht. Ihre schwierige Vergangenheit hat sie stark, aber nicht hart gemacht.

Gibt es eine Textpassage, einen Protagonisten oder eine Idee, auf die du besonders stolz bist?
Noch so eine schwierige Frage. Ich glaube, wenn man mich zwingt, mich zu entscheiden, muss ich sagen, dass das die Traumsequenz von Sa’alagh ist, in der der Leser auch endlich mehr über die Bo’othi und ihre Geschichte erfahren. Diese „historischen Ereignisse“ hatte ich während des gesamten Schreibens im Hinterkopf und endlich konnte ich sie loswerden. Der Wechsel zwischen dem Menschen, dessen Seelenwandel wir miterleben, und der Alten Seele, die ihren neuen Träger in Besitz nimmt, war ein stilistisches Mittel, das ich ganz bewusst eingesetzt habe und ich bin stolz darauf, dass ich diese Idee hatte.

Gibt es schon Pläne zu einem nächsten Buch auf das wir uns freuen dürfen? Kannst du schon etwas darüber verraten?
Ich schreibe derzeit an Band zwei der Bo‘othi mit dem Arbeitstitel „Verratener Stern“, was allerdings ungleich länger dauert als Band eins. Das Manuskript ist zu 98% fertig geschrieben, doch danach geht die Arbeit am Buch ja bekanntlich erst los.

Zum Inhalt: Zehn Jahre sind vergangen seit Philips und Victorias Geschichte. Die Bo'othi haben sich als Volk wiedergefunden, doch so ganz klappt das mit der Einigkeit untereinander dann doch nicht. Alte und neue Feinde gönnen den fürstentreuen Bo'othi ihre Regentschaft nicht und wollen ihre eigenen Regeln durchsetzen. Und mittendrin gerät Magda, die wir schon aus Band 1 als gute Freundin Philips kennen, zwischen die Fronten.

Klappentext: Magda Solikowa wird entführt. Als Geisel dient sie als Druckmittel gegen die Regentschaft des Fürstenpaars über die Bo'othi. Goran Bosic hat seine ganz eigenen Gründe, seinen Platz unter den Abtrünnigen zu behaupten. Ihm wird die Aufgabe zugewiesen, Magda zu verhören. Als er den Befehl erhält, sie zu töten, lässt er seine Tarnung auffliegen und verhilft ihr zur Flucht. Die Verfolger dicht auf den Fersen, kommen sich die beiden näher. Doch in von Intrigen und Verrat geprägten Zeiten müssen sie mit allen Mitteln um ihre Liebe kämpfen.

Welches Genre liest du am liebsten? Wo liest du am liebsten?
Meine bevorzugten Genres habe ich im Laufe meines Lebens häufig gewechselt. Ganz früher hatte ich gar kein festgelegtes Genre, sondern las, was das Bücherregal meiner Mutter hergab. Darunter waren Bücher wie Pearl S. Bucks „Die gute Erde“ oder Alice Walkers „Die Farbe Lila“, aber genauso zahlreiche Heinz G. Konsalik-Schinken und Rosamunde Pilcher-Schnulzen. Später entdeckte ich Stephen King, dessen Bücher mich über viele Jahre faszinierten. Ich las z. B. „The Stand - das letzte Gefecht“, „Cujo“ und „Das Mädchen“ mit Begeisterung. John Jakes‘ Bücher lehrten mich die Geschichte der USA (von ihm ist die Romanvorlage zu der 80er Jahre Serie „Fackeln im Sturm“, was aber weder seine einzige, noch seine längste Buchserie war). „Der Fürst der Finsternis“ von Anne Rice war schon sehr früh eines meiner Lieblingsbücher. Erst später, als der Film „Interview mit einem Vampir“ herauskam, entdeckte ich Anne Rices umfangreiches Repertoire. Daraufhin verschlang ich ihre Vampir- und Hexenreihe mit dem gleichen Heißhunger wie die Vampire darin ihre Opfer. Von dort war es nur ein kleiner Schritt zu Gaston Lerouxs „Phantom der Oper“ und schließlich landete ich über Schicksalsberichte wie „Nicht ohne meine Tochter“ oder „Sie nannten mich Es“ bei den zahlreichen Vampirbüchern der Neuzeit. Ich las Twilight noch bevor es zum Hype wurde und hatte am Ende die Regale vollstehen mit J.R. Wards Black Dagger Brüdern, Alexis Morgans Paladins und Gena Showalters Lords of the Underground.

Meine bevorzugten Leseplätze sind das Bett und die Badewanne, Flugzeug, Bahn, Auto, Parkbank, Couch, Garten, … Muss ich mehr sagen? ;)
 
Welche Ratschläge gibst du einem angehenden Autor mit auf den Weg? Einem totalen Anfänger.
Haha, bin ich doch irgendwie selbst noch Anfängerin. Aber wenn ich einen Tipp geben sollte, dann den: Lies so viel du kannst, schreib so oft du kannst, tue alles, um das Handwerk des Schreibens zu erlernen und lass dir nicht einreden, dass das ja eh nichts werden kann, weil du eben kein berühmter Autor bist. Alle berühmten Autoren waren dort, wo du jetzt bist und haben an sich geglaubt. Auch sie wurden belächelt, nicht ernst genommen und mussten für ihren Traum kämpfen.

Hast du vielleicht noch etwas über dich zu berichten, dass noch kein Leser weiß? Vielleicht ein ganz großes Geheimnis?
Also ein Geheimnis wäre ja kein Geheimnis, wenn ich es jetzt ausplaudern würde. ;) 

Aber etwas, was vielleicht nicht jeder weiß, obwohl es der aufmerksame Beobachter meiner Webseite schon hätte rausfinden können: Ich lebe seit drei Jahren vegan und in meinen Geschichten wird vegan gegessen und gelebt. Wobei ich es nicht vehement zum Thema mache, sondern einfach keine tierischen Produkte erwähne. Meine Protas tragen keine Lederjacken, schlafen nicht in Daunen, essen kein Fleisch und trinken keine Milch.

 

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Liebe Mona, ich danke dir wahnsinnig dafür, dass du dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast. Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg mit deinen Büchern =D
 
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Verlorener Stern
Verlorener Stern von Mona Silver

Philip Benett, Träger der Alten Seele Ka’athorn, glaubt in der 7-jährigen Hannah seine Nachfolgerin gefunden zu haben. Doch dann bringen seine unerwarteten Gefühle für ihre Mutter Victoria alles durcheinander. Gegen jede Vernunft ist er bereit, die Gesetze und Regeln seines Volkes zu brechen, um mit ihr zusammen sein zu können. Für sie stürzt er sich in lebensgefährliche Abenteuer und nimmt bittere Konsequenzen auf sich, als das Leben ihrer Tochter auf dem Spiel steht. Erst als das Schicksal seines gesamten Volkes von der Entscheidung des Paares abhängt, wird klar, dass ihr Zusammentreffen kein Zufall war.
 




Der Trailer zum Buch =>











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Gewinnspiel
 
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Gewinnen könnt ihr Metallbügelzeichen, Lesezeichen und Postkarten. Es wird drei Gewinner geben.  (Ein Päckchen besteht aus: Metallbügelzeichen + Lesezeichen + Postkarte)
 
Was ihr tun müsst um in den Lostopf zu springen? Die Auslosung findet nur über die Kommentare unter dem Post auf Facebook statt.

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3. Als Bewerbung interessiert mich euer Eindruck zur Leseprobe!

(Ich wäre auch echt glücklich, wenn ihr meinem Blog
My(e)Book-Sub 
bei Blogspot folgen würdet - ist aber natürlich kein Muss für das Gewinnspiel)
 

Teilnahmebedingungen:
- Frage beantworten
- Das Gewinnspiel läuft vom 12.08. bis zum 16.08. 23:59
- Sitz in Deutschland, Kein Versand ins Ausland
- keine Auszahlung möglich
- Gewinnspielteilnahme ab 18
- Keine Haftung für den Postweg
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
- Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook!

 
Viel Glück euch allen!!!!


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