Dienstag, 7. Juli 2015

[Rezension] Frostkuss - Mythos Academy 1 von Jennifer Estep



Frostkuss
Titel: Frostkuss - Mythos Academy 1
Autor: Jennifer Estep
Seiten: 400
Verlag:  Piper (11.05.2015)  
Leseprobe
Jetzt kaufen: Taschenbuch,  E-Book, Paperback
Gerne: Jungendbücher, Fantasy
Sprache: Deutsch
Bewertung:  3,5 Sterne

 
  
Kurzbeschreibung lt. Piper

Sie sind die Nachkommen sagenhafter Kämpfer wie Spartaner, Amazonen oder Walküren und verfügen über magische Kräfte. Auf der Mythos Academy lernen sie, ihre Fähigkeiten richtig einzusetzen. Gwen Frost besitzt ein einzigartiges Talent: die »Gypsy-Gabe«. Eine einzige Berührung reicht aus, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber die mythische Welt steht vor einer tödlichen Bedrohung, und Gwen befindet sich plötzlich im Zentrum eines großen Krieges.

Meine Empfehlung

Die Story beginnt Ende Oktober und dauert ein paar Wochen, als Handlungsschauplatz hat die Autorin Cypress Mountain in North Carolina gewählt.

Die 17-jährige Gwen Frost wird von allen nur Gypsymädchen genannt, da sie die Gabe hat, die Gefühle derer zu sehen, die einen bestimmten Gegenstand berührt haben - diese Fähigkeit nennt sich
Psychometrie. Das mutige und intelligente Mädchen mit den braunen Locken und den purpurfarbenen Augen stellt das Mädchen von neben an dar. Sie hat vor 6 Monate ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und leidet noch immer darunter. Gwen liebt Comics und die Kekse ihrer Oma, die im Ort lebt und die die Schülerin immer heimlich besucht. Allmählich freundet sich Gwen, die eher zu den Einzelgängern in der Mythos Academy zählt, mit der Walküre Daphne an - und dann gibt es noch den Spartaner Logan Quinn, dem Gwen immer wieder über den Weg läuft. Gwen Frost ist eine durchaus reizvoll gestaltete Protagonistin mit einigen Ecken und Kanten, die eine ansprechende Weiterentwicklung durchmacht.

Allerdings ist sie alles andere als freiwillig auf der Mythos Academy. In dieser Schule ist alles vollkommen anders. Sie verbringt ihre Tage zwischen Spartanern, Wallküren und Co, dabei kommt sie sich ziemlich fehl am Platz vor. Richtig merkwürdig wird es allerdings als sie eines Tages die Leiche ihrer Klassenkameradin Jasmine in der Bibliothek der Mythos Academy findet und  anscheinend die Einzige ist die darauf entsprechend reagiert. Sonst scheint es keinen wirklich zu interessieren und so ermittelt sie auf eigene Faust nach dem Mörder, was sie in ziemlich prekäre Situationen bringt.

Der Schreibstil der Autorin ist, entsprechend der Hauptprotagonistin sowie deren Umfeld, jugendlich gehalten. Dadurch hat sich das Buch leicht und flüssig lesen lassen. Außerdem kann man sich durch die sehr bildlichen Beschreibungen die Umgebung gut vorstellen.

Zu Beginn waren einige Wiederholungen im Kontext zu lesen, was stellenweise leicht nervig war. So hatte ich irgendwann oft genug gelesen, dass Gwen "nur" ein Gypsy-Mädchen ist, welches sich durchweg unwohl fühlt und keine Freunde hat. Beim Weiterlesen wurden die Wiederholungen glücklicherweise immer weniger und die Handlung nahm rasant an Spannung zu. Nach und nach erfährt man weshalb es die Mythos Academy überhaupt gibt, was es mit Gwens Gabe genau auf sich hat und erhält einige Informationen über die mythologischen Hintergründe.

Klasse finde ich den Plot, eine Hauptperson, die nicht an Götter glaubt, in eine Schule voller Mythen, Gottheiten, Krieger und Magie zu verpflanzen. Die Mythos Academy ist eine Eliteschule für Krieger bzw. deren Nachfahren, wobei das Schulgebäude von hohen Mauern und allerlei Zaubersprüchen geschützt wird. Da Gwen allerdings keine Kriegerin ist, fand ich es am Anfang echt komisch, warum eine wie sie dort aufgenommen wird.


Fazit - Bewertung: 3,5 Sterne

Ich habe mir andere Rezensionen zu diesem Buch durchgelesen und bekomme langsam den Eindruck, dass dieser Plot sehr viele ähnliche parallelen mit anderen Büchern hat, wie z.B. mit Vampire Academy von Richelle Mead hat. Mit dem großen Unterschied das die Hauptprotagonistin hier etwas weinerlicher ist, zumindest in den ersten paar Kapiteln.

"Frostkuss" ist ein Buch, welches mich gut unterhalten hat. Parallelen zu anderen Büchern waren stellenweise zu erkennen und einige Wiederholungen zu Beginn der Geschichte haben mich etwas gestört. Auch der Ausbau weiterer Charaktere fiel ziemlich blass aus, so hatte ich mir doch etwas mehr Informationen über Logan und die anderen gewünscht. Ich gehe allerdings davon aus, dass dies im Folgeband noch ausgearbeitet wird. Der Handlungsstrang rund um die Mythen sowie die Kriminalgeschichte haben mir sehr gut gefallen.

 

Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Bluff City, Tennessee. Bei Piper erschien bisher ihre All-Age-Serie um die...