Mittwoch, 15. Juli 2015

[AUTOREN-INTERVIEW] Laura Labas

Quelle: Laura Labas

Heute darf ich euch die Autorin Laura Labas vorstellen, Sie hat mich letzten Monat mit ihrem Debütroman "Pharos - die Unwandelbaren 1" überrascht, die Geschichte habe ich liebend gern gelesen und die Rezension gibt´s auch hier auf meinem Blog. Da ich über die Autorin - die hinter so einer tollen Serie steckt - mehr in Erfahrung bringen wollte,  habe ich sie ganz spontan um ein Interview gebeten.

Wer will der kann hier mit abstimmen: "Pharos" wurde für den The Beauty and the Book Award nominiert. Das Publikum entscheidet, ob die tollste Schrift, die spannendste Grafik, das aufregendste Cover oder ein überraschendes Buchdetail überzeugt. Der Gewinner des The Beauty and the Book Award wird auf der Buchmesse unter den Top Ten, die in der Halle 4.1 auf dem Messestand State of the Arts ausgestellt werden, ermittelt und mit einer entsprechenden Veranstaltung geehrt.

Weitere Informationen über die Autorin unter ihrem Blog oder Facebook. Und nun viel spaß beim Lesen!
  

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 Meine Fragen und die Antworten von der Autorin Laura Labas!


Kannst du dich bitte den Lesern einmal vorstellen? 
Ich bin Laura, junge (oder alte, wie man’s eben nimmt ;P) 24 Jahre alt und studiere Englisch und Literaturwissenschaften. Momentan schreibe ich an der Jugendfantasy-Serie Die Unwandelbaren und bringe nächsten Monat Teil vier „Psira“ raus.
   
Ich kenne dich unter dem Namen Laura Labas. Gibt es auch Bücher oder kleinere Geschichten die du unter einem Synonym geschrieben hast?Nein. Ich habe tatsächlich nur bisher nur meine Bücher veröffentlicht.

Welche Medien durchforstest du vor dem Schreiben eines Buches bzw. woher nimmst du all deine Ideen? – hm, ich glaube, das ist ein schleichender Prozess. Man wird ja von allen Seiten mit Reizen überflutet, seien es Serien, andere Bücher oder gar nur (un)gewöhnliche Situationen auf der Straße. Wenn ich aber gezielt Input zu einem Thema brauche, dann google ich das meistens und schaue, was es da so für interessante Seiten im World Wide Web gibt.

Wie sieht es bei der Covergestaltung aus? Darfst du dies mitentscheiden oder bekommst du es später als fertigen Entwurf? – Da ich selbst publiziere, kann ich das natürlich selbst entscheiden und habe es auch getan. Ich hatte schon ziemlich früh eine Vorstellung davon, wie es auszusehen hat und dann eine Freundin gefragt, ob sie es mir so kreieren kann. Und sie konnte! ;)

Was war deine 1. Reaktion als du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht werden soll? Bist du auf dem Tisch getanzt oder vielleicht schreiend durch die Wohnung gelaufen? – Wie schon erwähnt war das eine Entscheidung, die ich selbst getroffen habe. Ich habe mein Manuskript an keine Verlage geschickt, da ich wohl ziemlich ungeduldig war und mir die Freiheit imponiert hat, die man als Selfpublisher hat. Aber ich bin tatsächlich schreiend durch die Wohnung gelaufen, als mein Ebook dann auf Amazon erhältlich war. Ich war wohl ziemlich albern, aber die Gefühle mussten raus!

Wie hat sich dein Leben seitdem verändert? – Zunächst einmal nichts. Ich glaube, die große Veränderung kam erst mit der Veröffentlichung von Band 2, als die Verkaufszahlen rasant angestiegen sind. Ich habe plötzlich so viel Feedback bekommen und konnte gar nicht glauben, dass sich tatsächlich fremde Menschen in meine Bücher verliebt haben. Das war wie ein Traum für mich – ist es immer noch. Seit dem ist mein Leben natürlich etwas stressiger geworden. Neben dem Studium muss ich viel mehr organisieren. Als Selfpublisher muss ich mich nicht nur ums Schreiben kümmern, sondern auch ums Marketing und um die Korrektur/das Lektorat. Ohne Organisation läuft nichts!
 
Wie wichtig sind dir Rezensionen? Liest du sie? Wie gehst du mit Kritik um? – Ich lese jede Rezension, die mir ins die Hände kommt! Zunächst wurde ich sehr verwöhnt, was positive Rezensionen angeht. Ich konnte nicht glauben, dass jemand meinem Buch fünf Sterne geben kann, was mich so unglaublich gerührt hat. Als dann eine 3-Sterne Rezension kam, wurde ich erstmal wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Ich konnte in der Rezension nur die Kritik sehen und das hat mich erstmal runtergezogen. Doch nach und nach fühlte ich mich besser und habe eingesehen, dass man es wirklich nicht jedem Recht machen kann. Mittlerweile kann ich jede Kritik, solange sie konstruktiv ist, akzeptieren, nehme sie aber nur bedingt an. Wie gesagt, wenn es etwas ist, das auf Geschmack beruht, geht es einfach nicht anders. Hat es was mit Logik zu tun, muss ich da schon mehr in mich gehen und mich damit beschäftigen.

Alles in allem liebe ich aber Rezensionen, denn sie spornen mich an, weiterzuschreiben und weiterhin mein Bestes zu geben. Ansonsten habe ich ja kaum Feedback, wie meine Bücher denn ankommen. Bei mir gibt es keinen Verlag, der mir sagen könnte, was ich richtig oder falsch mache oder der mich anspornen kann.

Die nächste Frage klingt mit Sicherheit sehr banal, doch ist sie auch eine der interessantesten: Warum genau schreibst Du? – Ich schreibe, glaube ich, weil ich so viele Ideen im Kopf habe, die ich nirgendwo anders finden konnte. Ich sage immer, dass ich die besten Ideen habe, wenn ich ein Buch lese und darin nicht das passiert, was ich mir gewünscht hatte. Dann werden meine Synapsen angefeuert und ich denke mir: wenn es niemand so schreibt, dann muss ich das wohl machen!

Ich würde sehr gerne wissen, über welches Gerne du am liebsten schreibst bzw. schreiben möchtest? Warum dich das Thema am meisten fasziniert? – Am liebsten schreibe ich Young Adult-Fantasy. Es ist auch das Genre, das ich am liebsten lese. Ich weiß gar nicht so genau, warum es mich so fasziniert, vielleicht weil ich mich am meisten noch damit identifizieren kann. Außerdem gefällt mir die Balance zwischen Realität und Fantasy. Aber es würde mich auch reizen, später einmal ein anderes Genre wie Dystopien auszuprobieren.

Welcher Charakter aus deinen Büchern wärst du gern? Hast du vielleicht Ähnlichkeiten mit Reyna? – Hm, schwierig. Reyna wäre mir, glaube ich, ein wenig zu taff und ich könnte niemals die ganzen Geheimnisse für mich behalten, wie sie es tut. Ich plappere alles immer sofort aus. Ich glaube, ich wäre einfach gerne eine Pharos, die wohlbehütet aufgewachsen und zu einer ihrer Akademien gegangen ist.

Gibt es eine Textpassage, einen Protagonisten oder eine Idee, auf die du besonders stolz bist? – Ja, definitiv. Leider kann ich die Frage nicht in all ihrer Ausführlichkeit beantworten, da ich sonst spoilern würde. Die Unwandelbaren ist unter anderem eine Liebesgeschichte, aber eine andere als ich sie je gesehen habe und es erforderte einen ganz schönen Mut meinerseits das so durchziehen. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie das bei meinen Lesern ankommen wird.

Gibt es schon Pläne zu einem nächsten Buch auf das wir uns freuen dürfen? Vielleicht ein neues Thema? Kannst du schon etwas darüber verraten? – Zunächst einmal werde ich jetzt noch den fünften und letzten Band zu Die Unwandelbaren schreiben, aber ja, es existiert schon eine Idee zu einer neuen, kleineren Reihe. Da dort aber noch alles in den Kinderschuhen steckt, kann ich leider noch nichts verraten. Ich arbeite mich langsam voran.

Welches Genre liest du am liebsten? Wo liest du am liebsten? – Wie bereits erwähnt, mein Herz liegt im Bereich des Young Adult, aber ich breche auch gern mal aus und lese gerne Regency-Romane, Chick-Lit oder Dystopien. Am liebsten lese ich draußen, wenn die Sonne scheint oder in meinem Bett.

Welche Ratschläge gibst du jungen Autoren mit auf den Weg? Über eventuelle Stolpersteine? – Ich glaube, der größte Stolperstein ist erstmal der, sein Projekt zu einem Ende zu bringen. Ich sage mir immer wieder: „Wenn du es nicht schreibst, schreibt es keiner.“ Und das motiviert mich auch noch nach vier Büchern!

Ich habe deinen tollen Blog gelesen, kannst du uns etwas darüber erzählen? – Meinen Blog habe ich kurz vor meiner Veröffentlichung aus seinem Dornröschenschlaf geholt, da ich eine Plattform haben wollte, wo ich über das Schreiben an sich sprechen konnte. Andererseits wollte ich aber auch mein Hobby – das Lesen – mit anderen teilen und so ist er entstanden.


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Liebe Laura, ich danke dir wahnsinnig dafür, dass du dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast. Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg mit deinen Büchern =D
 

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Inhaltsangabe zu „Pharos - Die Unwandelbaren 1“ von Laura Labas

Pharos›Also existierten wir gemeinsam in ihrem Körper und begannen ganz langsam und dann immer schneller durch den weißen Wald zu laufen. Mit einem Mal war mein Menschsein von mir abgefallen.‹ Reyna ist eine Pharos, eine Unwandelbare. Sie kann ihre Seele in die Körper von Tieren wandern lassen und in ihnen dem Gefühl von Freiheit näher kommen. Doch sie hat keine Ahnung, was sie ist und ob noch andere ihrer Art existieren. Zumindest solange nicht, bis die Caelum in Walcott Hill auftaucht; eine Gruppe von Pharos, die plötzlich Interesse an ihrer besten Freundin hat. Zu allem Überfluss findet Reyna die sterblichen Überreste ihrer Schuldirektorin und muss sich die Fragen stellen, ob es eine Verbindung zwischen diesem Tod und der Welt der Unwandelbaren gibt und welche Rolle die Caelum darin spielt. Kann sie den Pharos vertrauen oder wird sie von den Gefühlen, die sie für Cadan, den Anführer der Caelum, empfindet, geblendet? ›Nichtsdestotrotz war er gefährlich. Insbesondere für mein Herz.‹


Rheinfolge "Die Unwandelbaren"
# Pharos
# Hydra
# Arsida
# Psira (noch nicht erschienen)
# ein weiteres Buch ist in Arbeit!