Mittwoch, 4. März 2015

[AUTOREN-INTERVIEW] Nina Melchior

 
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 Meine Fragen und die Antworten von der Autorin Nina Melchior!
 
 
Welcher Charakter deines neuen Buches wärst du gern?

Elise, weil sie mutig ist. Ein großes Ziel hat, für das sie einsteht und kämpft, allen Widrigkeiten, aller Gefahr zum Trotz. Gleichzeitig handelt sie aus einer inneren Ruhe heraus, von der ich als halbberufstätige Mutti im Alltag gern mehr hätte. ;-)

Wie sieht es bei der Covergestaltung aus? Darfst du dies mitentscheiden oder bekommst du es später als fertigen Entwurf?

Ich habe vom bookshouse Verlag fertige Entwürfe bekommen, gleich für alle drei Bände der „Vampirheilerin“, da sie sich natürlich ähneln sollten. Ich war gleich begeistert und einverstanden. Mein Roman war zunächst im Selbstpublishing bei KPD erschienen, bevor es der bookshouse Verlag entdeckt hat und ich hatte als Cover ebenfalls eine hübsche Frau gewählt. Von daher waren wir sozusagen auf einer Wellenlänge. Mir gefallen die Farben Schwarz und Fuchsia/Lila. Sie passen – finde ich - zum Thema „Vampir“. 

Ich kenne dich unter dem Namen Nina Melchior. Aber gibt es auch Bücher oder kleinere Geschichten die du unter einem Synonym geschrieben hast?

Nein, bislang noch nicht. Aber ich habe tatsächlich hin und wieder Ideen, bei denen ich denke, darüber würde ich gern schreiben, aber nicht unter eigenem Namen.

Welche Medien durchforstest du vor dem Schreiben eines Buches?

Wikipedia und das Internet. Aber ich befrage auch gerne Vereine oder Personen, die ich kenne und sich in speziellen Materien auskennen. Bei Teil 3 der Vampirheilerin benötigte ich z. B. Informationen über Boote und habe mich an einen Bootsverein gewandt.

Woher bekommst du die Ideen für deine Geschichten?


Das ist eine Frage die ich immer nur schwer beantworten kann. Irgendwie kommen die Geschichten zu mir. Natürlich kam der Wunsch über Vampire zu schreiben von Twilight, mein Wunsch ein Bilderbuch zu entwerfen (was ich momentan tue) davon, dass ich einen kleinen Sohn habe. Die letzte Idee hatte ich auf dem Fußweg zurück vom Kindergarten nach Hause.

Die nächste Frage klingt mit Sicherheit sehr banal, doch ist sie auch eine der interessantesten: Warum genau schreibst du?

Ich habe bereits vor der 1. Klasse, also noch bevor ich schreiben konnte Geschichten auf Kassette auf gesprochen und später in der Grundschule ganze Vokabelhefte vollgeschrieben, als wäre es ein Mini-Roman. Keiner hat mich dazu aufgefordert. Niemand in meiner näheren Verwandtschaft schreibt. Das kam aus mir selbst. In der Teenagerzeit entstand mein erster Jugendroman mit über 300 Din-A-4-Seiten, für den ich aber keinen Verlag fand. Schreiben tut mir gut. Aber es ist harte Arbeit und ich muss mich wirklich mächtig anstrengen, dass am Ende was Gutes rauskommt. 

Gibt es eine Textpassage, einen Protagonisten oder eine Idee, auf die du besonders stolz bist?

Die meisten Vampirromane handeln von einem Mädchen und einem Vampir und das Mädchen wird am Ende ein Vampir oder eben nicht. Bei mir geht es ums Gegenteil, schafft es das Mädchen den Vampir in einen Menschen zurück zu verwandeln und was macht das mit ihrem Leben? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Vampirrasse und die Welt? 

Zudem habe ich ein paar neue oder zumindest noch unverbrauchte Ideen gehabt, z. B. dass die Gegner meiner Vampire weder Werwölfe noch Hexen sind, sondern etwas Himmlisches, sehr Altes und Mächtiges. Der Ursprung meiner Vampire liegt zudem in der Bibel, bei einer ganz bestimmten sehr bekannten Persönlichkeit. Diese tritt im Verlauf der Trilogie sogar selbst in Erscheinung, was es so glaube ich noch gar nie gab. Ich hoffe, es gefällt Euch!

Welches Genre liest du am liebsten? Wo liest du am liebsten?

Auf meiner Couch.

Die Genres wechseln bei mir sehr stark. Barbara Wood gefällt mir, also Thema: ernsthafte Frauenschicksale, z. b. „Das Paradies“. Ich habe auch mal ein dickes Werk über Cleopatra in Romanform verfasst gelesen, dass ich beeindruckend fand und allen voran „Die Nebel von Avalon“. Bei Vampirromanen gefällt mir nicht alles, die ersten vier bis fünf True Blood-Romane fand ich aber phänomenal, weil Sookie ein Charakter ist, den so - glaube ich - noch nie jemand entworfen hat. Aber auch Dan Brown hat unglaubliche Romane geschrieben oder Stephen King. Ich verehre z. b. Klassiker wie „Der Exorzist“ oder „Der Pate“ und versuche zu lernen in dem ich unterstreiche, Passagen markiere und herausschreibe.


Welche Ratschläge gibst du jungen Autoren mit auf den Weg? Einem totalen Anfänger.


1. Lies weniger, schreib mehr. Durch die Praxis kommt die Professionalität. Man wird besser, umso mehr man schreibt. Aber dazu ist wirklich viel Schreibarbeit nötig.
2. Schreib jeden Tag, zu jeder freien Minute, wann immer es geht. Um einen Roman mit mehreren 100 Seiten zu beenden braucht es Kontinuität und Disziplin, sonst bleibt es einfach rein praktisch ein Traum.
3. Unterschätze nie Deine Fähigkeiten und Möglichkeiten.
4. Der erste Entwurf ist immer scheiße (Hemingway).
5. Lies gute Schreibratgeber und befolge die allermeisten Tipps davon.

Irgendwo hab ich mal gelesen. Wenn Du etwas anderes tun kannst als schreiben, mach das. :-9 Ich fand das witzig und dachte mir, nö, ich schreib weiter. Ich muss und ich will. Dabei könnt ich natürlich andere Sachen machen, in der Sonne liegen, meinen Haushalt noch mehr wienern. Aber ich brauche das. Frag Dich was Du empfindest? Willst du das wirklich, im Sommer im Büro sitzen vor dem PC und viel Zeit allein verbringen und mit dir und Deinem Gehirn alleine sein? Ist es deine größte Passion einen Roman zu entwerfen und zu hören was Leser zu kritisieren haben. Am Anfang konnte ich damit gar nicht umgehen. Jetzt weiß ich jede Kritik zu schätzen und kann sie einordnen, ohne mich angegriffen zu fühlen.


Hast du vielleicht noch etwas über dich zu berichten, dass noch kein Leser weiß?

Ok, ich verrate es euch. Ich bin Autorin und sollte wohl eigentlich mehr Klassiker lesen. Eigentlich bin ich aber süchtig nach TV-Serien. The Walking Dead und The Originals und Lost und Vampire Diaries und nebenbei kann ich Unmengen an Schokolade oder Erdnussflips vertilgen, was sich Gott sei Dank bei mir irgendwie halbwegs verflüchtigt, da mein Sohn mich tagsüber auf Trapp hält.

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Liebe Nina, ich danke dir wahnsinnig dafür, dass du dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast. =)
 
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Worum geht es in "Himmelgnade - Die Vampirheilerin I"?
 
Dies ist der erste Teil der Geschichte um Elise Brennan ...

... die Tochter eines Vampirheilers,
... mit der Wahrheit über den ersten aller Vampire,
... jahrtausendealte Kräfte, weit mächtiger als Werwölfe oder Hexen
... und einen Vampir, der all sein Wissen in den Wind schlägt,
um einer faszinierenden Frau die Chance zu geben, ihn in einen Menschen zurückzuverwandeln.

Elises Vater hatte sein Leben der Vampirheilung verschrieben. Nachdem er den Schlüssel zur Heilung endlich gefunden hat, starb er auf mysteriöse Weise bei einer Reise nach Dublin.
Elise beschließt ein Jahr später, sich endlich ihrem Erbe und der Familiengeschichte zu stellen. Sie ahnt nicht, dass bereits ein Vampir in ihrer unmittelbaren Nähe darauf lauert, sie zu töten, und nicht, dass ihre unerwiderte Liebe Michael eine viel mysteriösere Rolle in ihrem Leben spielt als vermutet.

Wird Michael Elise von der Idee der Vampirheilung abbringen können oder wird sie dem Vampir verfallen und ihr Leben für den Traum ihres Vaters opfern?